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  • Simone Jordi

was tut denn eigentlich eine Hochzeitsplanerin?

Aktualisiert: 2. Apr 2019





Viele stellen sich ja die Frau Lopez mit ihren schwindelerregend hohen Highheels vor, wie sie mit dem Knopf im Ohr durch die Gegend rennt und den ganzen Tag Tüll, Taft und Seide drapiert, Torte zum Frühstück isst und dabei in Hochglanzmagazinen blättert, beim Florist Blumen aussucht und jedes Wochenende in einem Schloss übernachtet.


Ich spreche da mal für mich – so ist das nicht ganz. Vielleicht mach ich etwas falsch, aber ich beschäftige mich meistens mit  meinem Schreibtisch, dem Computer und dem Telefon – und das bei mir Zuhause.


Über 200 Stunden, sollen Paare in die Hochzeitsvorbereitungen investieren. Schon klar… die meisten Heiratswilligen tun das auch zum ersten Mal.

Man mietet ja auch nicht alle Tage ein Schloss, gibt für ein Kleid so wahnsinnig viel Geld aus, sucht Fotografen, druckt Einladungen, hört sich durch Musikerdemos, verhängt Dresscodes oder erstellt Farbkonzepte.


Wir Hochzeitsplaner haben für euch schon einmal ein bisschen Vorarbeit geleistet, Erfahrungen gesammelt und einige Stunden Recherche betrieben… Wir kennen die Anbieter auf dem Markt und tauschen uns vor jeder Buchung im Verband aus. Erfüllt ein Dienstleister seine Arbeit nicht richtig, bleibt das nicht lange unerkannt. Wir sind der Meinung, dass ihr das Beste für euer Geld bekommen sollt… Jawoll!

Selbstverständlich zeige ich euch wie ihr Geld sparen könnt, viel wichtiger ist jedoch – finde ich – dass die Anbieter zu euch passen! Stellt euch vor, die Dienstleister fallen an eurem Fest kaum auf, weil sie sich wie Freunde verhalten…


Aber erst mal von vorne…

Trifft nun ein heiratswilliges Pärchen auf einen Hochzeitsplaner, wird mal gegenseitig beschnuppert. Die Chemie muss stimmen, denn bei einem zustande kommenden Vertrag wird mit dem Planungspaket auch gleich eine «Freundin» mitgeliefert. Die ist da, wenn die beste Freundin, die Schwester, die Mutter oder die zukünftige Schwiegermutter (nicht zu vergessen der Zukünftige), gerade – sagen wir mal – nicht so Lust haben, über das omnipräsente Thema Hochzeit zu diskutieren und ihnen auch gerade so lang als breit ist, ob die Torte nun drei oder vier Etagen hat, die Gastgeschenke aus China oder Amerika bestellt werden und die Bridesmaids kurz oder lang tragen!


Alle nötigen Informationen gesammelt und notiert, geht es in den meisten Fällen an die Königsdisziplin, die Locationsuche. Das Fundament jeder Hochzeit… Davon leite ich zusammen mit dem Pärchen Zeitmanagement, Stil und Farbkonzept ab. Es ist schon ein kleiner Unterschied ob die Feier in einem Schloss, in einer Berghütte oder in einer Fabrikhalle stattfindet. Denn man hat sich in ebendieses Plätzchen verliebt – klar erkennbar an wunderbar leuchtenden Äuglein – und möchte ja auch, dass genau dieser Stil später in Elementen wie Einladungen und Dekoration wiederaufgenommen wird.

Location gebucht? Dann darf ab sofort wild mit Farben, Blumen, Stoffmuster, Souvenirs, Wörtern, Sprüchen komponiert und einen roten Faden gesponnen werden.

Nebenher werden, die oben angesprochenen Dienstleister kontaktiert, Milestones definiert, Torten probiert, Kleider ausgesucht und – ja, dass muss leider sein – Budget aktualisiert.


Über kurz oder lang ist er da – der grosse Tag!

Das ist der Moment in dem Frau Hochzeitsplanerin – auch hier spreche ich von mir – die Highheels gegen was Lauftaugliches eintauscht, letzte Schleifchen bindet, Dekorationen und Menükarten zurechtrückt, Dienstleister brieft, unruhig auf der Kirchenbank hin und her rutscht, Geschenke beschriftet und sortiert, erklärt wo die Toilette ist, Blasenpflaster und Sonnencreme verteilt, in Geheimsprache mit DJ, Chef de Service und Trauzeugen kommuniziert und versucht von den extra kleinen Häppchen des Hochzeitsdinners die Hälfte zu essen. Ah ja, mitten in der Nacht völlig übermüdet nach Hause fährt und am nächsten Tag mit schmerzenden Beinen aus einem Hochzeitstraum erwacht und feststellt… wow, es hat fast alles geklappt.


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